Die Universität Tübingen feiert den Auftakt ihres 550-Jahr Jubiläums mit den Science & Innovation Days 2026. Zum Jubiläums-Motto „Vom Wert der Wissenschaft“ wird das Schloss Hohentübingen in eine große Erlebniswelt verwandelt. Der Eintritt ist frei. Das MUT öffnet seine Türen und bietet Führungen durch die Museumsräume an. An Mitmachstationen im ganzen Schloss können Kinder zu Forscherinnen und Forschern werden, „unter die Oberfläche“ schauen und sich einen Forschungsausweis erarbeiten:
Welche “versunkenen Welten” können wir unter der Erd- und Meeresoberfläche wiederfinden? Was bedeuten solche Funde für uns heute?
Ein Museum, in dem man die Sachen in die Hand nehmen darf? Und durch eine Zeitreise in ein Minispiel versetzt wird? Der Sonderforschungsbereich 1391 Andere Ästhetik zeigt für einen Tag erneut sein Virtual-Reality-Projekt „Apostel Paulus und das Geld“ und macht es so möglich, sich durch das Römische Reich zu bewegen. Mithilfe der VR-Brille könnt ihr das historische Münzprägen aus den Augen des Apostel Paulus auf seinen Missionsreisen im ersten Jahrhundert n. Chr. entdecken.
Eine Führung und Schnitzeljagd durch die Ausstellung „Dirty Science“ von Dr. Gerlinde Bigga bietet Einblicke in die Bedeutung der Erforschung von Spuren im Boden von Höhlen. Das besondere Ökosystem in einer Höhle birgt viele Informationen über die Entwicklung von Neandertaler, Mensch, Bär und anderen Lebewesen.
Nicola Scheyhing und Forschende des Exzellenzclusters HUMAN ORIGINS leiten ein echtes Spurenlabor, in dem ihr die Herstellung des ältesten bekannten Holzwerkzeugs nachvollziehen und selbst ausprobieren könnt. Moderne Analyseverfahren ermöglichen uns, aus der Werkzeugherstellung Interpretationen über das Leben unserer Vorfahren abzuleiten und uns vorzustellen, wie sie gedacht, gehandelt und zusammengearbeitet haben.
An einer Ausgrabungsstation im Schlosshof gibt es Schätze im Sand zu finden und zusammenzupuzzeln.
Ein Bastel- und Mal-Studio lädt zum Aufwärmen und Verweilen ein. Ob Mandala ausmalen, Inspirationen zeichnen oder Mosaik legen – hier ist Zeit und Ruhe für kreative Reflexion.
Zum Lachen und Staunen: Die ausgezeichnete Biodiversitätsforscherin Dr. Rachel Gunn vermittelt in Spielen und Experimenten Wissenschaft zum Anfassen. Warum haben Vögel so unterschiedliche Schnäbel? Wie viele Insekten kann ich auf einer Wiese finden und was kann ich dadurch herausfinden? Und was passiert mit unseren Meeren?
Apropos versunken: Taucht ein in den Rittersaal – die dreiteilige Erlebniswelt.
Interaktiv wird durch die Geographische Risikoforscherin Solmaz Mohadjer über die Bedeutung von Fluten aufgeklärt. Die gibt es nämlich auch in Tübingen...
Der Nachbau eines Tempels transportiert euch in die verlorene, aber nicht vergessene Hochkultur der Ägypter.
Mythos Atlantis: In Blau getaucht erscheinen die Gipsstatuen im Rittersaal wie die Ruinen der versunkenen Stadt. Es begleitet ein Hörerlebnis zum Abtauchen mit Musik und aufgenommenen Erzählungen talentierter Tübingerinnen und Tübingern durch die Welt der Korallen, der Geisternetze und des Mondes.
Also auf ins Forschungsabenteuer für die ganze Familie! Taucht mit uns ab – in versunkene Welten, geheimnisvolle Lebensräume und die Spuren vergangener Zeiten. Werdet selbst zu Forschenden und entdeckt, warum Wissenschaft hilft, unsere Welt zu verstehen und zu schützen.
Beteiligte Personen: apl. Prof. Dr. Stefan Krmnicek, Klassische Archäologie, und Team Dr. Gerlinde Bigga, Geoeconomic Archaeology Campus Tübingen (GACT), und Team Nicola Scheyhing, Exzellenzcluster HUMAN ORIGINS, und Team Rudolf Walter, Abteilung für Ältere Urgeschichte und Quartärökologie Dr. Rachel Gunn, Institut für Evolution und Ökologie, und Team